Farm to Museum
Ist Landwirtschaft Kunst? Dieser Frage ging das BiodivHubs-Projekt gemeinsam mit der Pinakothek der Moderne bei einem besonderen Kochevent in der „Sommerküche“ nach.
25 Münchner*innen kamen zusammen, um die Ausstellung „Convivium“ zu entdecken, über die Zukunft unserer Landwirtschaft zu diskutieren und anschließend gemeinsam mit dem Koch Felix Zimmermann ein saisonales Gericht zu kreieren – eine Kürbissuppe mit frischem Gemüse aus dem Gemeinschaftsgarten „Mingas Permadies“.
Als Einstieg in den Workshop gab David Schoo von der Technischen Universität München (TUM) eine Führung durch die Ausstellung. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Wie könnte eine imaginäre Landwirtschaft aussehen, um ein Kunstwerk zu sein? Die Ausstellung bot dabei zahlreiche Anknüpfungspunkte, um kritisch über unser Verhältnis zu Natur, Nahrung und landwirtschaftlicher Produktion nachzudenken.
Anschließend ging es vom Museum direkt in die Sommerküche, die von Studierenden des Architekturmuseums entworfen wurde. Nach dem Motto „Farm to Museum“ wurde gemeinsam mit den Teilnehmer*innen und dem Koch Felix Zimmermann eine vegane Kürbissuppe zubereitet. Die regionalen und saisonalen biologischen Zutaten kamen aus dem Karlsfelder Gemeinschaftsgarten „Mingas Permadies“: Kürbis, bunter Mangold, Rote Bete und verschiedene Wildkräuter wurden zu einem herbstlichen Gericht verarbeitet. Die kräftigen Farben und der intensive Geschmack des Gemüses und der (Wild-)Kräuter machten die Suppe zu einem Kunstwerk und Geschmackserlebnis für die Sinne.
Doch beim gemeinsamen Schnippeln und Kochen ging es um mehr als ein gutes Essen. Es wurde darüber diskutiert, woher unser Gemüse kommt und welche Auswirkungen die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, auf Mensch und Natur hat. Welche Wege legen unsere Lebensmittel zurück? Unter welchen Bedingungen werden sie angebaut? Und wie können wir Landwirtschaft so gestalten, dass sie nicht nur Menschen ernährt, sondern gleichzeitig Böden, Ökosysteme und biologische Vielfalt erhält oder gar fördert, anstatt sie zu zerstören?
Dabei wurden verschiedene Lösungsansätze aufgezeigt und diskutiert – von regenerativer Landwirtschaft bis hin zu Urban Farming. Gerade urbane Gemeinschaftsgärten zeigen, wie Lebensmittelproduktion, Biodiversität und soziales Miteinander in der Stadt gelebt werden können.
So wurde aus einem Nachmittag in der Pinakothek der Moderne eine Reise zwischen Kunst, Landwirtschaft, Biodiversität und Kulinarik. Das Event „Farm to Museum“ hat gezeigt, dass Landwirtschaft nicht nur Lebensmittelproduktion bedeutet, sondern unsere Umwelt, das Landschaftsbild und unsere Kultur prägt.
Text und Fotos: David Schoo

















