Geophyten-Pflanzaktion im ÖBZ: gemeinsames Pflanzen für mehr Artenvielfalt
Am Samstag, den 18. Oktober, fand unsere Geophyten-Pflanzaktion bei herrlichstem Herbstwetter statt. Die Stimmung war entspannt und die Aktion ist rundum gut gelaufen. Insgesamt nahmen 23 Personen teil, darunter vier Kinder und erfreulicherweise auch einige ganz neue Gesichter, die sich spontan angeschlossen haben.
In sechs Kleingruppen machten wir uns entlang des Grünzugs daran, die vorbereiteten Zwiebeln und Rhizome an geeigneten Standorten einzupflanzen. Gepflanzt wurden:
- Schneeglöckchen
- Märzenbecher
- Zweiblättriger Blaustern
- Gefingerter Lerchensporn
- Buschwindröschen
- Gelbes Windröschen
Diese heimischen Frühlingsblüher (Geophyten) spielen eine wichtige Rolle für die heimische Tierwelt. Besonders für spezialisierte Wildbienenarten sind sie eine unverzichtbare Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr, wenn sonst noch wenig blüht.
Vor dem Pflanzen erklärten wir anschaulich, welche Bedeutung diese Blüten für Wildbienen haben und wie jede Art ihre ganz eigenen Bestäuber anzieht. Mithilfe aktueller Forschungsergebnisse der Technischen Universität München (TUM) konnten wir außerdem eine beeindruckende Liste mit über 40 Wildbienenarten vorstellen, die in den letzten Jahren im ÖBZ-Garten entdeckt wurden.
Auch Prof. Dr. Monika Egerer war mit dabei und stellte sowohl die wissenschaftliche Arbeit der TUM als auch den liebevoll gestalteten Wildbienen-Comic von Valentina Arros vor, der Kindern (und Erwachsenen!) auf spielerische Weise die faszinierende Welt der Wildbienen näherbringt.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitangepackt, gepflanzt und erklärt haben!
Solche Aktionen zeigen, wie gemeinsames Engagement und Wissenstransfer direkt zu mehr Biodiversität und Naturerlebnis in der Stadt beitragen können.










Bilder: ©Marc Haug; Text: Konrad Bucher