Als mobile Begrünungsmaßnahme bieten Hochbeet gerade im verdichteten Siedlungsbereich attraktive Möglichkeiten. Meist werden Hochbeete mit nährstoffreichem Substrat gefüllt und mit üppig wachsenden Arten wie Sommerblumen und Gemüse bepflanzt, die in kurzer Zeit eine prächtige Optik erzielen. Diese Arten müssen aber auch viel gegossen werden, was in heißen, trockenen Sommern zum Problem werden kann – besonders dann, wenn die Beete an öffentlichen Plätzen oder in Schulhöfen stehen, wo sie nicht ständig bewässert werden können wie auf dem Privatbalkon.
Es gibt aber auch heimische Arten, die mit diesem Hitze- und Trockenstress besser zurechtkommen und weniger Wasser und Pflege benötigen als die übliche Hochbeet-Bepflanzung. Als heimische Pflanzen sind sie für nahrungssuchende Insekten besonders interessant und daher auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität.
In der richtigen Kombination bietet die sogenannte Magerrasenvegetation eine attraktive Optik. Manch seltener Art ist uns gar nicht bekannt und kann im Hochbeet aus einer neuen Perspektive kennengelernt werden – neben den vielen Insekten, die sich hier einfinden werden.
Wir haben folgende Arten für den vollsonnigen Standort ausgewählt:
Unser Hochbeet ist für Rollstuhl-Fahrer*innen konzipiert und kann an einer Seite unterfahren werden. Dadurch entsteht partiell eine flache Substratschicht, in der nur Trockenheits-Spezialisten gedeihen können.
Diese Biodiversitätsmahme entstand 2025/26 im Rahmen des vom BfN geförderten Projekts „BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier“.