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4. März 2026

Warum Frühlingsgeophyten so wichtig sind?

Sie sind fast überall zu sehen in der Stadt momentan… Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne, Märzenbecher… Wenn nach dem Winter die ersten Pflanzen blühen, gehören sie meist zu den sogenannten Frühlingsgeophyten. Diese Pflanzen nutzen eine besondere Strategie: Sie treiben sehr früh im Jahr aus, blühen schnell und ziehen sich danach wieder in ihre unterirdischen Speicherorgane wie Zwiebeln oder Knollen zurück.

Frühe Blüte sind besonders wertvoll für unsere Ökosysteme

Zu einer Zeit, in der sonst kaum Nahrung verfügbar ist, bieten ihre Blüten wichtigen Nektar und Pollen für Insekten. Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber sind im zeitigen Frühjahr besonders auf solche Nahrungsquellen angewiesen, um ihre Energie nach dem Winter wieder aufzubauen.

Auch für das Stadtgrün spielen Frühlingsgeophyten eine wichtige Rolle. Sie wachsen oft unter Bäumen oder auf Wiesen und nutzen das Licht, bevor sich die Baumkronen schließen. So tragen sie zur Biodiversität bei und machen Parks, Gärten und Grünflächen schon früh im Jahr bunt und lebendig.

Kleine Biodiversitätsmaßnahme mit großer Wirkung!

Wer Frühlingsgeophyten im Garten oder auf Grünflächen fördert, unterstützt nicht nur die Artenvielfalt, sondern hilft auch den ersten Insekten des Jahres zu Beginn der neuen Saison. Es sind kleine Blüten mit großer Wirkung! Seit Oktober 2019 wurden im Park des Ökologischen Bildungszentrums (ÖBZ) im Rahmen des Projekts „BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier“ mehr als 1.000 Frühlingsblumen gepflanzt. Wichtig ist dabei, auf einheimische Formen der Frühlingsblüher zu achten. Mehr dazu erfahren Sie in diesen Blogbeiträge: Schlüsselblumen; Frühblüher-Pflanzaktion am ÖBZ und Ergebnisse der Geophyten-Pflanzaktion.

Text und Bild: Dr. Julia Gamberini – „Alltagspoesie: Märzebecher (Leucojum vernum) in grauer Wüste“

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