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Autor: Cosima Schmauch

Projektsteckbrief auf der BfN-Projekte-Seite

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlicht den Projektsteckbrief auf der „Projekte-Seite“. Damit sind wir eingereiht in die Riege weiterer Projekte im Bundesprogramm für biologische Vielfalt mit dem Schwerpunkt „Stadtnatur“. 

Ziel des Programms

Das Ziel des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ist es, die biologische Vielfalt in Deutschland zu erhalten und zu schützen. Gefördert werden momentan 19 Projekte, die zur Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in „besonders beispielhafter und maßstabsetzender Form“ beitragen.

Unser Erfolg

Die Verbundpartner sind stolz darauf, eines dieser „Leuchtturmprojekte“ zu sein, und arbeiten daraufhin, dass die praktischen Maßnahmen und Forschungsergebnisse als Modell auch in anderen Städten etabliert werden können.

Erste Sitzung der Steuerungsgruppe

Ein so umfangreiches Projekt erfolgreich durchzuführen, ist keine leichte Aufgabe. Deshalb haben sich die Verbundpartner schon vor der Antragstellung darauf geeinigt, eine Steuerungsgruppe einzurichten. Alle Verbundpartner haben ein oder zwei Vertreter*innen dafür benannt.

Aufgabe

Ihre Aufgabe ist es nun, sich in regelmäßigen Sitzungen über den Stand der laufenden Projektarbeiten, über Bedarfe und Potenziale auszutauschen. So wird für gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung gesorgt.

Regelmäßige Sitzungen

Die Steuerungsgruppe trifft sich viermal im Jahr. Die erste Sitzung am 27.7. diente dazu, sich kennen zu lernen und über den aktuellen Stand der Projektarbeiten zu berichten. Den Abschluss bildete die Unterzeichnung der abgestimmten Kooperationsvereinbarung. Damit ist die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt.

Foto: Hillary Fox, Pexels

Modellquartier ÖBZ in Bogenhausen mit dem Experimentiergarten

Der Gemeinschaftsgarten:

Zum Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) gehören großzügige, hausnahe Gartenflächen, die alle ökologisch und gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Sie sind anschauliche und praxisnahe Lernorte, bieten vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und dienen gleichsam als Erholungs- und Erlebnisraum. 2002 startete der „Experimentiergarten“ – ein Gemeinschaftsgarten, der sich seither als Keimzelle für praktische und partizipative Bildungsformate entwickelt, zu Themen wie Saatgut-Autonomie, Ernährung und Biodiversität.

Das Quartier

Das ÖBZ wurde im Juli 2001 eröffnet, wird vom Münchner Umwelt-Zentrum e.V. und der MVHS gemeinsam betrieben und bietet ein breitgefächertes Programm zu Umweltthemen und Zukunftsfragen an. Mit seinen Freiflächen steht es modellhaft für einen Ort, der Biodiversität auf der Fläche, gewachsene Gemeinschafts- und Projektgärten, sozialen Entfaltungsraum, Naherholungsfläche für vielschichtige Ziel- und Nutzergruppen vorzeigt und seit mehr als 20 Jahren als Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gestaltet wird.

Zum Konzept des ÖBZ gehört es, interessierte Menschen am Gestaltungsprozess der Freiflächen zu beteiligen. Aus diesem Grund bildet das 6,5 Hektar große Areal den Ausgangspunkt für das BioDivHub-Modellquartier. Es befindet sich im sogenannten „Englschalkinger Anger“ im Münchner Osten, an der Grenze der Stadtteile Bogenhausen und Englschalking. Das Gelände, auf dem früher Lehm und Kies abgebaut wurde, wurde in den neunziger Jahren kulturellen und Naherholungszwecken gewidmet. Heute ist es einer der attraktivsten Münchner Orte für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Von der Deutschen UNESCO-Kommission wurde das ÖBZ im Jahr 2021 als ausgezeichneter BNE-Lernort gewürdigt.

Das passiert nun im Quartier

Seit Mitte 2023 ist das ÖBZ in Bogenhausen Modellquartier im Rahmen des Verbundprojekts BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier. Das Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ bringt sich mit dem Leitgedanken „Menschen begeistern, beteiligen und bilden“ als Kompetenzpartner im Bereich der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in das Projekt ein. Daher vernetzen wir Menschen, Organisationen und Einrichtungen, die ihr Quartier biodiverser gestalten wollen, koordinieren Beteiligungs- und Bildungsformate und setzen Biodiversitätsmaßnahmen praktisch um. Im Laufe der Projektzeit werden im ÖBZ zudem zwei fachliche Symposien zum Erfahrungsaustausch sowie ein Abschlusskongress zur Präsentation der Erfahrungen und Ergebnisse veranstaltet.

Und warum heißt das Projekt eigentlich „BoDivHubs“? Hub bedeutet Radnabe, um die sich alles dreht. In unserem Fall dreht sich alles um die Biodiversität. „BioDivHub“ nennen wir deswegen auch unsere quartiersbezogenen Netzwerke. Sie sind Forum für Austausch, Ideenschmiede und Projektwerkstatt für mehr Biodiversität. Hier entstehen gemeinsam kreative Ideen für Aktionen und Maßnahmen, die die biologische Vielfalt in der Stadtnatur befördern. Wer gerne zu den BioDivHubs-Treffen eingeladen werden möchte, schreibt uns einfach an muz@oebz.de.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm des ÖBZ gibt es unter www.oebz.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender und für regelmäßige Terminankündigungen verschicken wir monatlich einen Newsletter.

Foto: © ÖBZ

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Mit Unterstützung von:

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