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Autor: Claudia Oberbeil

Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Biologische Vielfalt und Klimaschutz sind untrennbar miteinander verbunden: Überall dort, wo Lebensräume geschützt und Arten gefördert werden, wo sich Menschen für die biologische Vielfalt einsetzen, hat dies auch positive Effekte auf den Klimaschutz. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMUV) fördern deshalb im Bundesprogramm Biologische Vielfalt nun weitere sechs Projekte, die Maßnahmen für ökologische Stadtnatur umsetzen, mit insgesamt 3,65 Millionen Euro. Mit dabei sind kommunale Biodiversitätsstrategien (KBS) in Moers, Mannheim und Verden, ein bundesweites Kleingartenprojekt, fassadenintegrierte Habitat-Systeme in Baden-Württemberg und Modellquartiere in München.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Besonders in Städten sind naturnahe Lebensräume, Bäume und Grünflächen unverzichtbar. Sie kühlen unsere Städte, speichern Wasser und machen sie für uns lebenswert. Sie bieten vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.  Überall dort, wo wir uns für mehr biologische Vielfalt einsetzen, leisten wir zugleich einen großen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz. Deshalb freue ich mich über die neuen Stadtnatur-Projekte, die wir im Bundesprogramm Biologische Vielfalt fördern.“

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Stadtnatur ist nicht nur positiv für das Klima, sondern beeinflusst auch die Menschen positiv: Sie schafft ein gesundes Umfeld und Raum für Erholung und Naturerleben direkt vor der Wohnungstür. Gerade in der Stadt haben Naturschutzmaßnahmen zudem eine wichtige Vorbildfunktion: Sie werden von vielen Menschen wahrgenommen. Sie sind Impulsgeber und machen erlebbar, welche positiven Effekte ein umwelt- und klimabewusstes Verhalten haben kann.“

Die gesamte Pressemitteilung hier per Klick.

Foto: © BioDivHubs

Projektankündigungen auf den Websites

Die Verbundpartner haben ihre Projektteams gebildet und die Arbeit aufgenommen. Auf ihren Websites kündigen sie das Projekt an.

Bürgerstiftung München

Koordiniert durch die BürgerStiftung München zielt das Projekt des Bundesprogramms Biologische Vielfalt / Stadtnatur darauf ab, die Biodiversität in der Stadt zu fördern. Angesichts der wachsenden Verdichtung in städtischen Gebieten mit ihren nachteiligen Auswirkungen auf die Artenvielfalt, werden in München vier Quartiere mit einem Gemeinschaftsgarten im Kern in Modellquartiere unter dem Motto „Der Garten wächst ins Quartier“ entwickelt. …

Münchner Umwelt-Zentrum im Ökologisches Bildungszentrum München

Das Projekt „BioDivHubs – Bidiversität ins Quartier“ möchte einen Beitrag zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie der Landeshauptstadt München, die der Stadtrat 2018 einstimmig beschlossen hat, beitragen. Es verfolgt dabei einen Bottom-Up-Ansatz, indem sich Gärtner*innen und Bewohner*innen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft und weiteren Stadtakteur*innen für mehr biologische Vielfalt in der Stadtnatur engagieren. Gemeinschaftsgärten sind der Ausgangspunkt für die Projektaktivitäten. …

In Kooperation mit dem Ackermannbogen e.V,

Unter Beteiligung der Menschen im Quartier entstehen mitten in der Großstadt München Modellquartiere nach dem Prinzip des Mehr-Zonen-Gartens zur Förderung von Biodiversität in der Stadt.

Green City e.V.

In München entstehen vier „Modellquartiere“, in denen Projekte für Artenvielfalt dezentral an verschiedenen Stellen im Stadtviertel umgesetzt werden: Eine Blühfläche oder eine Hecke, Begrünung von Balkonen und Terrassen, insektenfreundliche Staudenbeete, Sandarien und Trockenmauern. Diese werden auf öffentlichen Flächen, auf allgemein zugänglichen privaten Flächen, in Vorgärten und an Gebäuden umgesetzt. …

TU München

forschend begleiten

Mit dem Projekt „BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier“ soll die  Biodiversitätsstrategie der Stadt München in einem Bottom-Up-Ansatz umgesetzt werden, indem sich Gärtner*innen und Bewohner*innen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft und weiteren Stadtakteuren für mehr biologische Vielfalt in der Stadtnatur engagieren. Gemeinschaftsgärten sind dabei der Ausgangspunkt für die Projektaktivitäten. …

Museum für Naturkunde Berlin

Mit dem Projekt „BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier“ soll die  Biodiversitätsstrategie der Stadt München in einem Bottom-Up-Ansatz umgesetzt werden, indem sich Gärtner*innen und Bewohner*innen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft und weiteren Stadtakteuren für mehr biologische Vielfalt in der Stadtnatur engagieren. Gemeinschaftsgärten sind dabei der Ausgangspunkt für die Projektaktivitäten. …

Projektstart „BioDivHubs Biodiversität ins Quartier“

Unter dem Motto „Der Garten wächst ins Quartier“ startete am 1. Juni 2023 das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt für 5 Jahre geförderte Projekt BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier. Vier Münchner Gemeinschaftsgärten sollen zum Zentrum für mehr biologische Vielfalt im gesamten umliegenden Quartier werden. Die teilnehmenden Gärten sind der StadtAcker am Ackermannbogen, der Experimentiergarten am Ökologischen Bildungszentrum in Bogenhausen, der Grünspitz in Giesing und der Südgarten in der Isarvorstadt – die beiden letzteren wurden mittels einer Sozialraumanalyse ausgewählt.

Projektidee

Die Projektidee ist, dass sich die zum jeweiligen Quartier gehörigen Menschen vernetzen, um die biodiverse Gestaltung ihres Wohn- Lern- und Arbeitsumfelds selber in die Hand zu nehmen. Unterstützt durch zahlreiche Bildungsangebote entstehen durch die BioDivHubs Ideen, Pläne, Aktionen zur Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen und neues Wissen über biologische Vielfalt. Die Bildungs- und Planungsveranstaltungen, die in allen vier Quartieren stattfinden, nennen wir „BioDivHubs“.

Verbundpartner

Die fünf verantwortlichen Projektpartner – (Links in die Biodivhubs-Website auf einzelne Verbundpartner) die BürgerStiftung München, Green City e.V., das Münchner Umwelt-Zentrum im Ökologischen Bildungszentrum, die TU München und das Museum für Naturkunde Berlin – unterstützen und begleiten sie dabei.

Modellquartier Giesing

Der Gemeinschaftsgarten: Grünspitz

Früher diente das 2.000 Quadratmeter große Gelände an der Ecke Tegernseer Landstraße und Martin-Luther-Straße einem Autohändler. Seit 2014 befindet es sich jedoch in öffentlicher Hand. Im Rahmen des „Soziale Stadt“-Programms wurde die Fläche zu einem grünen Treffpunkt umgestaltet. Über die Jahre entstand dort ein vielfältiges Projekt, das auf Beteiligung und Zusammenarbeit in der Nachbarschaft setzt. Der Grünspitz wurde unter die Verwaltung des Baureferats der Landeshauptstadt München gestellt und soll weiterhin als Freifläche erhalten bleiben. Bis zum Herbst 2024 koordiniert der Verein Green City e.V. die Nutzung und Gestaltung des Grünspitz, danach wird dieser von der Stadt strukturreich umgestaltet. Auf dem Gelände des Grünspitz befindet sich auch ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten, der auch weiterhin von Green City e.V. betreut wird.

Das Quartier

Der Grünspitz befindet sich im Stadtbezirk Obergiesing-Fasanengarten. Für die Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen wurde der Stadtteil „Giesing“ ausgewählt, dies umfasst Ober- und Untergiesing, welche nicht im gleichen Bezirk liegen, aber von den Quartiersbewohner*innen oft als ein Quartier empfunden wird. Untergiesing grenzt auch direkt an den Grünspitz an. Obergiesing befindet sich auf dem Giesinger Berg, Untergiesing dehnt sich aus bis zu den Isarauen. In Untergiesing gibt es einen weiteren Gemeinschaftsgarten, den Rosengarten. Giesing war lange Zeit ein Arbeiter*innenviertel, unterliegt jedoch einem stetigen Wandel. Das Viertel zeichnet sich durch eine hohe Internationalität der Bewohner*innen aus und gilt trotz seiner innerstädtischen Lage als bodenständig und gemütlich.

Das passiert nun im Quartier

Anfang 2024 wurde Giesing ausgewählt als Modellquartier im Rahmen des Verbundprojekts BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier. Es hat das Ziel, die biologische Vielfalt ausgehend von den Aktivitäten in den Gemeinschaftsgärten Grünspitz und Rosengarten unter Beteiligung der Nachbarschaft im Viertel zu fördern.

Foto: © Green City

Modellquartier Isarvorstadt

Gemeinschaftsgarten: Südgarten

Der Südgarten befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs und grenzt direkt an den Kulturort Bahnwärter Thiel an. Dieser Gemeinschaftsgarten ist der urbanste der ausgewählten Studiengärten, eingebettet in eine innerstädtische Umgebung neben Graffitimauern und ehemaligen Gleisbett. Im Bahnwärter Thiel, gleich nebenan, befindet sich der Bahngarten mit vielen Hochbeeten, die teilweise von Anwohner*innen gepflegt werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs gibt es bereits eine Vielfalt von Habitatstrukturen, die zahlreiche Arten fördern. So werden dort beispielsweise immer wieder Zauneidechsen gesichtet.

Das Quartier

Der Südgarten befindet sich im Stadtbezirk Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt. Um das Modellquartier einzugrenzen, wurde die Ludwigsvorstadt als Umsetzungsbereich für Biodiversitätsmaßnahmen ausgeschlossen, da ihre sehr innerstädtische Lage nur wenige Möglichkeiten für solche Maßnahmen bietet. Die Isarvorstadt hingegen liegt ebenfalls zentral in München, bietet aber durch viele verkehrsberuhigte Bereiche die Möglichkeit, Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in den Straßenraum zu integrieren. Trotz der Nähe zum Isarufer ist der gesamte Bezirk eines der dichtesten bebauten und besiedelten Gebiete der Stadt.

Die Isarvorstadt zeichnet sich durch viele engagierte Anwohner*innen aus, die sich als Grünpat*innen für die Begrünung des öffentlichen Raums einsetzen. Diese aktive Gemeinschaft trägt bereits wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Förderung der städtischen Biodiversität bei. Mit ihrer Unterstützung können noch mehr Projekte realisiert werden, um das Viertel grüner und lebendiger zu gestalten.

Was passiert im Quartier

Anfang 2024 wurde die Isarvorstadt ausgewählt als Modellquartier im Rahmen des Verbundprojekts BioDivHubs – Biodiversität ins Quartier. Es hat das Ziel, die biologische Vielfalt ausgehend von den Aktivitäten auf dem ehemaligen Schlachthofviertel unter Beteiligung der Nachbarschaft im Viertel zu fördern.

Foto: © Green City

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